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Mehrere Standorte, eine Lösung: TQ-Modellprojekt mit Dachser

Dachser qualifiziert an sieben Standorten Mitarbeitende mit TQ – gemeinsam mit mehreren IHKs
Zwei Hände halten zwei Puzzlestücke

© Getty Images

Fachkräftemangel, Weiterbildungslücken, neue Anforderungen im Lager – für viele Unternehmen ist das herausfordernd. Dachser, ein international tätiger Logistiker mit rund 37.300 Mitarbeitenden weltweit, hat darauf mit einem mutigen Pilotprojekt geantwortet: eine Teilqualifikation (TQ) zum Beruf des Fachlageristen, umgesetzt an mehreren Standorten gemeinsam mit den regionalen Industrie- und Handelskammern (IHKs), gefördert durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) und durchgeführt vom Bildungsträger WBS TRAINING.

Ein logistisch wie organisatorisch anspruchsvolles Vorhaben und zugleich ein Pilotprojekt mit Modellcharakter für die Zukunft. 

Maßgeschneidert für ein dezentrales Unternehmen

"Für uns war schnell klar: Teilqualifikationen bieten die Chance, unsere Mitarbeitenden individuell weiterzuentwickeln und auch neue Talente über die BA zu gewinnen", sagt Carolin zum Felde, bei Dachser für Human Resources zuständig. TQs ermöglichen es, ungelernte Beschäftigte gezielt zu fördern, ihre praktischen Kompetenzen anzuerkennen und sie langfristig auf die Externenprüfung vorzubereiten – und ihnen so einen anerkannten Berufsabschluss zu ermöglichen.

Im Oktober 2024 startete das Pilotprojekt an sieben Dachser-Standorten – von Berlin bis Würzburg. Angeboten wurde die TQ 2 "Innerbetrieblicher Transport", die am Ende von allen Teilnehmenden erfolgreich abgeschlossen wurde. Dass das dezentrale Modell funktionierte, lag vor allem an der Bereitschaft aller Akteure zur Zusammenarbeit und am Willen, bürokratische Hürden pragmatisch zu überwinden.

IHKs über Kammergrenzen hinweg vernetzt

Antje Baier, Projektleiterin Teilqualifikation bei der DIHK Service GmbH, fungierte als zentrale Koordinatorin, denn: "Das Besondere an diesem Projekt war die Zusammenarbeit über mehrere IHK-Standorte hinweg. Jede IHK hat eigene Abläufe, Ansprechpartner und regionale Besonderheiten. Unsere Rolle war es, alle Fäden zusammenzuführen, die Kommunikation zu koordinieren und Lösungen zu finden, beispielsweise das Bündeln von Kompetenzfeststellungen, damit nicht jeder Standort einzeln Prüfungen organisieren musste." So prüfte dann etwa die IHK Würzburg-Schweinfurt auch die Teilnehmenden aus Darmstadt. Ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit war ein interner Mailverteiler, über den sich die Kolleginnen und Kollegen regelmäßig austauschten und bei Bedarf gegenseitig unterstützten. Für Antje Baier ist der Erfolg ein deutliches Zeichen: Die IHKs sind offen für neue Wege. Besonders ausschlaggebend war dabei die Bündelung der Prüfungsorte. „Ohne dieses Clustern hätte das Projekt in dieser Form nicht realisiert werden können“, betont sie.

Virtuelles Lernen mit Praxisnähe

Die Umsetzung übernahm WBS TRAINING – von der Kurskonzeption über die Kommunikation mit der BA bis zur Durchführung im virtuellen Klassenzimmer. Dabei kam der Lernspace 3D zum Einsatz, ein digitaler Unterrichtsraum, in dem die Teilnehmenden als Avatare an realen Schulungen teilnahmen.

"Das ist keine Frontalschulung in Zoom", erklärt Sabine Dirnberger, Beraterin Qualifizierungsoffensive und TQ-Projekt-Inhaberin bei WBS. "Unsere Teilnehmenden betreten morgens ein virtuelles Gebäude, sprechen mit Dozenten, setzen sich in Gruppenräume oder gehen auf die Terrasse für eine virtuelle Kaffeepause." Gerade für ein bundesweites Projekt sei das ein entscheidender Vorteil gewesen: räumlich unabhängig, aber trotzdem mit Nähe.

Oliver Hugel, Customer Success Manager bei WBS, war verantwortlich für den Erstkontakt aller Beteiligten. Besonders hebt er die Rolle der IHKs hervor: "Ich hätte nicht gedacht, dass es gelingt, sieben Kammern unter einen Hut zu bringen. Mit der Unterstützung von Antje Baier und viel Kommunikation hat es geklappt." Bei Herausforderungen sei man auch neue Wege gegangen: "In Darmstadt ist die IHK sogar an den Dachser-Standort gefahren, um eine Nachprüfung eines Prüflings vor Ort zu ermöglichen."

Ein Pilot mit Signalwirkung

Aus Carolin zum Feldes Sicht war das "ein großer Erfolg" – sowohl für die Teilnehmenden als auch für das Unternehmen. "Die meisten sind weiterhin bei Dachser beschäftigt, einige verfolgen nun sogar das Ziel, den vollständigen Berufsabschluss zu erlangen."

Auch strategisch passt die Maßnahme gut in die Unternehmensphilosophie: "Ausbildung und Weiterbildung sind zentrale Bestandteile unserer Personalstrategie. Wir wollen Mitarbeitenden Entwicklungsmöglichkeiten bieten – auch mit Blick auf Führungspositionen." Dachser bereitet derzeit weitere TQ-Projekte vor. 

Kontakt

Bild Carolin zum Felde
Carolin zum Felde Dachser SE

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Bild Oliver Hugel
Oliver Hugel WBS TRAINING, Customer Success Manager

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Bild Sabine Dirnberger
Sabine Dirnberger WBS TRAINING, Beraterin Vertrieb und Kundenbetreuung QGC

Impressionen aus dem WBS Lernspace 3D

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