Antje Baier (DIHK Service GmbH, Projekt „Chancen nutzen!“), Uwe Bies-Herkommer (Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft, Projekt ETAPP), Michael Saal (ZWH, Projekt TQHW)
Meilensteine der Projektarbeit
Die Projektleitungen der drei geförderten TQ-Projekte zogen Bilanz: 32 TQ-Berufssets wurden inzwischen auf der BIBB-TQ-Website veröffentlicht, 17 weitere sind in Vorbereitung. Über 6.000 Downloads der Berufssets verzeichnete die Website www.chance-tq.de seit ihrem Start vor eineinhalb Jahren. 76 IHKs beteiligen sich aktiv am TQ-Angebot.
Wir hatten in den Bildungswerken der Wirtschaft schon 2013 die Vision einer Vereinheitlichung – und wir haben es jetzt geschafft, diese Idee auf eine bundeseinheitliche Ebene zu heben.
Uwe Bies-Herkommer, Projekt ETAPP, Leitung Geschäftsfeld Berufliche Qualifizierung und Rehabilitation, Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft
Antje Baier beobachtete ein deutlich gestiegenes Unternehmensinteresse, das sie direkt auf die Einführung verbindlicher Standards zurückführt: Qualitätsgesicherte, abschlussorientierte TQ geben Betrieben die Gewissheit, dass am Ende tatsächlich ein Berufsabschluss erreichbar sei. Das Berufsfeld habe sich derweil erheblich ausgeweitet – von zweijährigen Berufen wie Fachlagerist bis zu kaufmännischen Profilen wie Kaufmann E-Commerce und Fachinformatiker, die inzwischen stark nachgefragt seien. Für die nächste Förderphase nannte sie als zentrales Ziel, TQ für Unternehmen noch einfacher zugänglich zu machen.
Die eigentlichen Erfolge sind die vielen kleinen Geschichten: der Koch, der mit 59 Jahren in Neubrandenburg Industrieelektriker geworden ist.
Antje Baier, Projektleitung „Chancen nutzen!“, DIHK Service GmbH
Michael Saal vom Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) beschrieb die Besonderheiten des Handwerksprojekts: Kleinstbetriebe benötigen breitere Tätigkeitsfelder, der Ableitungsprozess muss auf die Handwerksstrukturen zugeschnitten sein. Fünf TQ-Berufssets wurden entwickelt, vier weitere befinden sich in Arbeit.
TQ erklärbar und transferfähig zu machen – das war unsere eigentliche Arbeit im Handwerk.
Michael Saal, Projekt TQHW, wissenschaftlicher Mitarbeiter, ZWH – Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk